Zum 20-jährigen Jubiläum bereitete der Förderverein sich selbst und seinem Publikum einen unvergesslichen Abend.
Jakob Schwerdtfeger in Waiblingen
Fotos: Tom Becker
Jakob Schwerdtfeger in Aktion

Jakob Schwerdtfeger in Aktion

Hansjörg Thomae machte die Ansage

Foto: © Marvin Ruppert
Endlich kam er am 21.3. 2026 nach Waiblingen: der Kunstcomedian Jakob Schwerdtfeger. Auf der Bühne präsentiert er den Blick auf die bildende Kunst alles andere als langweilig und spießig, sondern energiegeladen, selbstironisch und enorm lustig. Nicht ohne Grund schwärmt die Presse:
Schwerdtfegers Performance ist eine vehemente Liebeserklärung an die bildende Kunst.
Und tatsächlich begann der Abend bereits mit einem augenzwinkernden Detail: In der Bühnenanweisung für das Catering in der Künstlergarderobe stand der Hinweis „Bitte keine Süßigkeiten – Jakob ist willensschwach“. Entsprechend wurde auf frisches Obst und ein ausgezeichnetes Essen aus dem Schwanen-Restaurant „Fidels Fritz“ gesetzt.
Gut gestärkt präsentierte Jakob Schwerdtfeger im Anschluss einen Fun-Fact nach dem anderen, souverän und pointiert vorgetragen. In der Pause war er am Bücherstand der Buchhandlung Taube stark gefragt. Aber auch nach dem zweiten Teil der Vorstellung wollte das Publikum ihn nicht so schnell verabschieden. Als Zugabe performte er einen Rap, in dem er zuvor aus dem Publikum zugerufene Begriffe gekonnt aufgriff und gereimt verarbeitete. Das verblüffte viele – und zeigte zugleich seine besondere Stärke als Stand-up-Comedian.
Hier ansehen und Youtube Bedingungen akzeptieren (Video: Oleg Kauz).
Kurzportrait: Jakob Schwerdtfeger
Er widmet sich humorvoll der Kunstgeschichte und verbindet auf unterhaltsame Weise kunsthistorisches Wissen mit abwegigen Fun-Facts. Mit seiner Kunstcomedy hat er ein eigenes Genre geschaffen.
2023 erschien sein erstes Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist Kunst“ mit den abstrusesten Stories zu Kunstschaffenden und ihren Werken. Sein Buch ist eine Liebeserklärung an die Kunst und schafft viele unterhaltsame Zugänge zu den Highlights der Kunstgeschichte. Seine Lesereise führt ihn durch ganz Deutschland, in Museen, Galerien, Theater und Buchhandlungen.
Das alles präsentiert Jakob Schwerdtfeger in seinem Bühnenprogramm sehr fundiert und kenntnisreich, denn nach dem Studium der Kunstgeschichte arbeitete er mehrere Jahre lang im renommierten Städel Museum in Frankfurt am Main. Für seine Arbeiten und Auftritte wurde er mit Preisen versehen, wie dem Grimme-Preis und mehreren Kabarettpreisen.
MEISTERWERK – KUNSTCOMEDY
Kunst berührt unser Leben viel mehr, als wir denken. Die Aldi Tüte, das Renault Logo, Louis Vuitton Taschen. Alles von Künstlern entworfen! Kunst ist politisch, provokant, packend und vor allem macht sie richtig Spaß. Jakob Schwerdtfeger zeigt alle Facetten und jonglierte geschickt mit der Geschichte der Kunst, von der Höhlenmalerei bis zum Graffiti. Er macht die Bühne zu seiner Leinwand: Comedy wie gemalt. Tiefes Staunen. Aufgerissene Augen. Offene Münder. Das ist die klassische Reaktion auf die Sixtinische Kapelle und das Bühnenprogramm „Meisterwerk“. Jakob Schwerdtfeger rückt die Kunstszene in ein völlig neues Licht und bewegt sich so spielerisch durch die Kunstgeschichte, als wäre sie seine Hüpfburg.
Neues Buch und Programm
Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht‘ –Jakob Schwerdtfeger kündigte in der Veranstaltung sein neues Buch und Bühnenprogramm an: einen verständlichen und fundierten Überblick über alle Kunstepochen – vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Quasi ein wilder Ritt durch 1.000 Jahre Kunst.

Foto: © Marvin Ruppert
Lob für die Galerie Stihl
Am Nachmittag vor seinem Bühnenprogramm „Meisterwerke“ im ausverkauften Kulturhaus Schwanen, ließ es sich Kunstcomedian Jakob Schwerdtfeger nicht nehmen, eine Runde durch die Galerie Stihl Waiblingen und die aktuelle Ausstellung „Die lieben Nachbarn“ zu drehen. Fotos: Tom Becker
Beim Rundgang durch die Galerie entdeckte Jakob Schwerdtfeger die Karikaturen des Künstlers Peter Gaymann, der zu den beliebtesten Cartoon-Zeichnern Deutschlands gehört und der vor allem für seinen liebevoll‑ironischen Humor bekannt ist. Viele seiner Cartoons zeigen Tiere – allen voran Hühner, die menschliche Eigenheiten und Alltagsprobleme spiegeln und mittlerweile als sein Markenzeichen gelten. Jakob Schwerdtfeger erinnerte sich: „Bei Gaymanns Ausstellung in Rust anlässlich seines 75. Geburtstag habe ich die Laudation gehalten!“
Gefallen hat ihm am Galerieprogramm, dass der Humor in der Kunst mehr an Raum gewinnt, ohne die wichtigen Werke der Kunstgeschichte zu vernachlässigen. Seine Begeisterung ging soweit, dass er spontan im späteren Bühnenprogramm lobende Worte für die Galerie und den Freundeskreis einbaute: „Glückwunsch zum gelungenen, durch die Eva Mayr-Stihl Stiftung geförderten Gebäude, Glückwunsch zum überzeugenden Ausstellungskonzept. Zu Euch komme ich gerne wieder“.







